Jagdschloss Granitz ein prunkvolles Jagdhaus

Jagdschloss Granitz auf der Insel Rügen

Unweit von Binz liegt eines der Highlights der Insel Rügen. Das Jagdschloss Granitz ist ein kleines, aber feines Schloss. Mit seinem monumentalen Turm ist es eine Augenweide.

Das Schloss thront auf dem 107 m hohen Tempelberg und wurde zwischen 1838 und 1846 im Auftrag des Fürsten Wilhelm Malte I. von Putbus erbaut. Das Schloss im Stil der norditalienischen Renaissance-Castellos war einst ein beliebtes Urlaubsziel des europäischen Adels. Das Jagsschloss Granitz war bis 1944 im Besitz derselben Familie, bis es von den Nazis eingenommen und später dem Staat übergeben wurde. Versuche, das Anwesen an die ehemalige Besitzerfamilie zurückzugeben, sind vor Gericht gescheitert.


Öffnungszeiten und Preise des Jagdschlosses


Öffnungszeiten Museum im Schloss

Januar bis März: Di–So 10–16 Uhr
April : täglich 10–17 Uhr
Mai bis September: täglich 10–18 Uhr
Oktober: täglich 10–17 Uhr
November / Dezember: Di–So 10–16 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene – 6,00 €
Ermäßigt – 4,00 €
Verbundticket „8 auf einen Streich“ – 22,00 €
Kinder unter 18 Jahre – Eintritt frei

Führungen

öffentliche Führung – 4,00 € zzgl. Eintritt
kleine Einführung – 10,00 € zzgl. Eintritt
individuelle Führung – 50,00 € zzgl. Eintritt


Lage und Anfahrt zum Schloss Granitz


Idyllischer kann ein Jagdschloss kaum sein: Im Südosten der Insel Rügen, nahe dem Seebad Binz, thront die Burg Granitz auf dem 107 Meter hohen Tempelberg. Es ist umgeben von dem rund 1000 Hektar großen Waldgebiet der Granitz, das zum Biosphärenreservat Südost-Rügen gehört. Die Fürsten von Putbus ließen zwischen 1836 und 1846 das Jagdschloss errichten – ein Gebäude mit vier runden Ecktürmen im Stil der Renaissanceschlösser Norditaliens. Die Entwürfe stammen vom Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer. Später wurde nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel in der Mitte des Schlosses ein fünfter Turm mit 38 Metern Höhe errichtet, der das gesamte Anwesen und den Wald beherrscht. Mit rund 150.000 Besuchern pro Jahr zählt die Anlage zu den meistbesuchten Schlössern Mecklenburg-Vorpommerns.


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Geschichte des Jagdschlosses


Von 1837 bis 1846 ließ Fürst Malta I. zu Putbus das Jagdschloss Granitz vom Architekten Gottfried Steinmeyer errichten. Bereits im 18. Jahrhundert befand sich auf dem Tempelberg ein fürstliches Jagdschloss, da die Granitz eines der beliebtesten Jagdgebiete Norddeutschlands war.

Prinz Malta beherbergte während der Jagdsaison seine adeligen Gäste im neu errichteten Jagdschloss. Bis 1945 war das Jagdschloss im Familienbesitz. Heute ist es eines der beliebtesten Ausflugsziele auf der Insel Rügen.


Besondere Erlebnisse im Jagdschloss Granitz, Rügen


Heute beherbergt das Schloss mehrere Ausstellungen und ein Restaurant. Herzstück des Gebäudes ist der nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel errichtete Zentralturm, der sich 38 Meter über den Tempelberg erhebt und als Landmarke weithin sichtbar ist. Im Inneren führt eine gusseiserne Wendeltreppe die Besucher auf bis zu 154 Stufen. Haben Sie dieses Hindernis überwunden, erwartet Sie auf der Aussichtsplattform ein grandioser Panoramablick auf die abwechslungsreiche Landschaft der Insel Rügen. Sehenswert sind auch die originalen Salons mit Möbeln aus dem 19. Jahrhundert, deren Höhepunkt der berühmte Marmorsaal ist. Eine umfangreiche Sammlung von Jagdtrophäen und Gewehren erinnert an die Vergangenheit als Jagdschloss.

Neben diesen Dauerausstellungen beherbergt das Jagdschloss Granitz auch ständig wechselnde Ausstellungen zu vielen interessanten Themen. Im historischen Gewölbe verwöhnt das Chateau Inn seine Gäste mit deftigen regionalen Gerichten und leckeren hausgemachten Kuchen. Im Jagdschloss Granitz finden das ganze Jahr über spannende und abwechslungsreiche Veranstaltungen statt, von klassischen Konzerten über Mittelalterfeste bis hin zu Mondscheinwanderungen durch die Granitz. Viele Ehepaare sagen in der romantischen Atmosphäre des Schlosses „Ja“.

Blick vom Turm der Burg Granitz

Der zweigeschossige verputzte Backsteinbau hat einen fast quadratischen Grundriss. Im zentralen Turm führt eine imposante gusseiserne Wendeltreppe 154 Stufen hinauf zu einer Plattform. Der Aufstieg ist nichts für Menschen mit Schwindel, da die Ornamente der Stufen der freitragenden Treppe transparent sind. Wer sich dennoch traut, wird mit einem herrlichen Panoramablick belohnt. Von der Aussichtsplattform erstreckt sie sich über weite Teile Rügens und der Ostsee: Nordwesten über die Halbinseln Jasmund und Wittow, südlich bis Greifswald, westlich bis ‘in Stralsund. Bei klarem Wetter können Sie sogar die nahegelegenen Inseln Usedom und Hiddensee sehen.

Luxus im Jagdschloss

Im Inneren des Schlosses befinden sich Jagdtrophäen, historische Möbel und Wechselausstellungen. Eine mit zwei Windhunden verzierte Außentreppe führt in die imposante Marmorhalle, deren Wände größtenteils mit Edelholz und Marmor verkleidet sind. Die Gemälde zeigen Motive aus Rügens Geschichte. Einige Zimmer im Erdgeschoss verfügen über geflieste Wände und Stuckdecken mit Ornamenten. Im Keller können Sie eine historische Brennerei besichtigen und es gibt ein rustikales Restaurant mit kulinarischen Köstlichkeiten. Das Schloss wird auch für klassische Konzerte und Ausstellungen genutzt. Die neu gestaltete Dauerausstellung präsentiert den Komplex als Gesamtkunstwerk aus Architektur, Waffenschau, Jagdtrophäen, Wandbehängen und kostbarem Mobiliar. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte der Putbuser Königshäuser und die Burg selbst. Verschiedene Sonderführungen widmen sich unterschiedlichen Aspekten wie der Baugeschichte des Hauses oder praktischen Fragen des Burglebens wie der Heizung.

 

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